Tag 25 Sonntag 01.11.2015

Foto des Tages

Gestern hatten wir noch einen gemütlichen Abend am Kamin, mit zwei deutschen Ehepaaren. Beide Paare hatten einen festen Fahrer und das eine Paar noch einen zusätzlichen Führer. Das ist auch gar nicht so viel teurer als ein teurer Mietwagen, aber wir beide finden es so besser, da wir doch noch unabhängiger agieren können. Natürlich fehlen bestimmte Tipps und man verfährt sich auch mal, wie es uns heute passiert ist, aber damit muss man leben.

Die Nacht war fürchterlich kalt, man merkt die Nähe des Schnees vom Cotopaxi, nicht aber das Feuer, das in ihm lodert. Ist uns auch lieber so. Schon um kurz nach 8 Uhr machen wir uns nach einem „normalen“ Frühstück auf den Weg zum Quilotoasee, der auf knapp 4000 Meter liegt. Ich hatte im Vorfeld einen Rundkurs ausgearbeitet. Wir starteten also von Nord nach Süd, was sich leider als Fehler herausgestellt hat, denn Teilstücke dieser Route waren nur Schotterpiste, und die war auch noch sehr schlecht,  sodass ich schon extrem konzentriert fahren musste. Leider spielte das Wetter auch wieder nicht mit, es war zwar trocken, aber alles grau in grau. Schade für uns, denn so konnten wir die sehr schöne Landschaft nur eingeschränkt genießen.

Verfahren haben wir uns auch einmal, sodass wir 3 Stunden bis zum See brauchten. Der See ist für seine Farben bekannt, natürlich kamen die auch nicht zur Geltung, es fehlte einfach die Sonne. Zwischen Kraterrand und See ist ein Höhenunterschied von 300 Meter. Hier gibt es eine Wanderung. Diejenigen, die diese Wanderung machen, gehen den Weg runter und lassen sich mit dem Muli hochtragen. Ich selbst habe es so gemacht, dass ich etwas über die Hälfte der Strecke runter gegangen bin, dann habe ich kehrt gemacht und bin wieder nach oben gegangen, nein geschlichen. Mein Gott, war das anstrengend. Als ich endlich oben war, habe ich gejapst ohne Ende. Ich brauchte 45  Minuten, bis ich mich einigermaßen erholt hatte. Runter ist ok, aber hoch war dann eine echte Herausforderung.

Zurück sind wir den südlichen Teil des Loops gefahren, wesentlich bessere Straßen. Aber auch hier waren die Wolken teilweise sehr tief, sodass wir die wahre Pracht der Landschaft nur erahnen konnten. Wir haben trotzdem den ein oder anderen Fotostopp eingelegt, freuten uns aber auf den offenen Kamin in unserer kleinen Hazienda. Hier warten wir wie gestern auf das Abendessen.

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