Tag 17 Samstag 24.10.2015

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Heute Nacht haben wir zweimal den Äquator überquert, allerdings haben wir davon nichts mitbekommen, denn wir haben geschlafen, sollten wir kaputt gewesen sein? Kann ich mir in unserem Alter zwar nicht vorstellen, aber es muss wohl so gewesen sein.

Dann ging es wieder los, wecken, frühstücken, ab ins Dinghi und schon geht es auf die Isla Isabella die größte Insel der Galapagos Gruppe. Hier hat Darwin wichtige Ergebnisse zur Evolutionstheorie erforscht.

Das alles erfahren wir während eines ca. 1 ½ stündigen Rundgangs von unserem Guide Rafa, der auch Mitarbeiter des Galapagos National Parks ist. Anhand des nach ihm benannten Darwin Finkens (nicht nach Rafa, nach Darwin), der auf allen Inseln der Galapagos Inseln zu Hause ist, hatte der gute Charles festgestellt, dass sich die Finken je Insel anders entwickelt und sich den Gegebenheiten der Inseln angepasst hatten. Das war für ihn die Grundlage für seine Evolutionstheorie. Die Theorie wurde in der damaligen Zeit natürlich nur hinter verschlossenen Türen besprochen und weiter erforscht, denn gewichtige Herren der Kirche hatten ja bekanntlich ein Problem mit diesen Erkenntnissen. Rafa hat das alles gut und einfach rüber gebracht, ein Fink ist nach ihm trotzdem noch nicht benannt.

Rafa ist eindeutig der Chef der 6 Führer, was nicht zum Nachteil unserer Gruppe ist. Rafa nimmt sich Sonderrechte raus, in dem er auch mal vom vorgegebenen Programm abweicht, natürlich ohne auch nur einen Zentimeter von den Wegen abzuweichen. Z.B. wurden wir gleich nach der etwas welligen Landung gestoppt, da sich direkt hinter dem Strand ein Nestgebiet der Schildkröten befindet.  

Auf dem Pfad sahen wir dann neben einigen Vogelarten, darunter natürlich auch den Darwinfinken, auch die ersten Landleguane. Anfangs noch ein wenig verhalten, sahen wir speziell im zweiten Abschnitt des Weges mehrere solcher Urtiere. Ich kann nur sagen, es ist ein tolles Gefühl einem solchen Tier in freier Wildbahn zu begegnen.

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Zu bestimmten Zeiten kann man in dieser Gegend auch die großen Landschildkröten sehen. Leider war heute nicht die bestimmte Zeit.

Nachdem wir zurück waren, war ursprünglich schnorcheln angesagt. Gaby konnte aufgrund ihrer Kniebeschwerden sowieso nicht schnorcheln, ich habe es aufgrund der ungünstigen Wellen auch sein lassen sein. Allerdings ein Erfrischungsbad musste natürlich sein.

Die Wellen machten auch das Einsteigen ins Boot schwierig, aber letztendlich wurden alle wieder auf das Schiff gebracht.

Man merkt, wir werden älter, denn anstatt zu schnorcheln, haben wir lieber auf faul gemacht. Wie sich später herausgestellt hat, hat sich der Schnorchelgang auch nicht wirklich gelohnt, die Wellen waren einfach zu hoch und dadurch wurde die Sicht trübe.

Den Nachmittagsausflug hat Gaby auch abgesagt, die Wanderung zum Darwin Lake ging über viele Stufen und das wäre für das Knie nicht wirklich gut gewesen. Sie blieb allein an Bord.

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Sie hat auch nichts Besonderes versäumt, denn die Wolkendecke verhinderte wirklich schöne Motive, und auch die meisten Tiere hatten sich zurückgezogen. Allerdings habe ich den ersten Galapagos Pinguin gesehen, die einzige Pinguinart, die sich auch auf die nördliche Halbkugel von Mutter Erde begibt.

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Die Erkundungsfahrt mit dem Dinghi haben wir sogar abgebrochen. Leib und Leben waren zwar nicht in Gefahr, aber die viel wichtigeren Kameras.

Der Vormittag war großartig, der Nachmittag passte so genau in unser Programm, wir hatten etwas Zeit zu verschnaufen. 

 

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