Tag 8 Donnerstag 15.10.2015 

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Was für ein Tag, so ganz anders als die Tage davor und doch genauso schön. Heute haben wir es uns im Hotel bequem gemacht und bei schönstem Wetter in den Tag gelebt.

Auch die Nacht war die beste, die wir bislang hatten, wir haben zumindest einigermaßen durchgeschlafen. Nach einem hervorragenden, langen und gemütlichen Frühstück morgens um 8 Uhr auf der Terrasse, machten wir uns auf, das Hotel zu erforschen. Das Tambo de Inka steht auf einem riesigen Grundstück und wird nach höchsten Umweltstandards geführt. Die riesige Anlage ist bestens gepflegt, was mit der Realität außerhalb der Mauern nichts zu tun hat. Damit möchte ich natürlich nichts schlecht machen, es ist aber so, Peru ist ein Land der Dritte Welt.

Gaby und ich haben bei einem Spaziergang durch die Stadt festgestellt, dass uns im Vorfeld zwar klar war, dass wir auch in ärmere Gebiete kommen, aber wir hatten diese Heftigkeit hier nicht erwartet, eher in Ecuador. Wir sind beide für uns zu dem Schluss gekommen, dass diese irrige Annahme auch was mit dem Zusatz „-amerika“ zu tun hat. …Amerika kann doch nicht so arm sein. Obwohl diese Armut ja bei genauem Nachdenken selbst für Nordamerika zutrifft, auch wenn dort statt im Adope-Stil mit anderen einfachen Mitteln gebaut wird. Diese Gedanken zeigen mir wieder, wie man trotz intensiver Vorbereitung zu falschen, oberflächlichen Vorstellungen kommen kann.

Im Hotel bekommt man aber von all dem nichts mit, dass Personal ist sehr freundlich, und zuvorkommend. Die Fotos vom Garten bringen hoffentlich die Schönheit des Hauses und des Gartens rüber. Das Hotel ist wirklich toll und ich empfehle es nachhaltlos, allerdings sollte man sich dann auch die Zeit nehmen, dass Hotel zu nutzen. Nur abends ankommen und morgens weiter, sollten sich wirklich nur die erlauben, die nicht wissen wohin mit dem Geld. Dieser Gedanke bringt mich auf ein TUI Thema, wir schaffen Kundencluster, alles im Sinne des Kunden, die richtigen Angebote zum richtigen Kunden. Ich habe mal die Portale unserer Hotels in Cusco und Urubamba nebeneinander gestellt. Ich möchte das System der Welt sehen, die diese beiden Hotels einem Kunden zuordnet. Viel Glück dabei

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Hier nun die Gegenüberstellung Hotels Cusco und Urubamba

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Hotel Cusco                                                    Hotel Urumbamba 

Die Zimmer sind großzügig, was auch für die öffentlichen Einrichtungen gilt. Man hat nirgendwo das Gefühl, beengt zu sein. Erwähnenswert ist noch, dass das Hotel einen eigenen Bahnhof hat, keine Angst, man hört nichts. Hier verkehren ein Teil der Züge nach Machu Picchu. Am Samstag werden wir dort um 6:50 Uhr zu einem unserer Höhepunkte auf der Reise starten.

Nach dem Rundgang machten wir es uns am schönen Pool bequem. Das Wasser im Pool hat Badewannentemperatur und auf immerhin noch 2850 Meter Höhe konnten wir stundenlang im Wasser bleiben. Wir haben gelesen, ich lese gerade passend das Buch „Tod in den Anden“ von Literatur Nobelpreisträger Mario Vargas. Das Buch handelt von Peru in der Zeit als kommunistische Terroristen den Frieden des Landes bedrohten. Vargas zeigt sehr gut auf, wie alte Feindschaften zwischen den Indios aus den Anden und Bewohnern der Tiefebene durch die Angst vor Terrorristen wieder neu angeheizt wird und man sich gegeneinander ausliefert. Für uns nicht wahrnehmbar, denn bislang waren mit Ausnahme von Riuz Perez (siehe Tag 3) alle sehr nett zu uns. Ich glaube auch, dass trotz vorhandener Armut bei den meisten Peruanern Zufriedenheit herrscht.

Gegen 15:00 Uhr haben wir den Pool verlassen und einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt unternommen. Alles ist sehr einfach und so anders als bei uns, keine Hektik, einfach nur vernünftiges Leben. Gefühlt waren wir die einzigen die nicht aus Peru, nein aus Urubamba stammten. Trotz Sprachschwierigkeiten, kamen wir überall durch. Mal fragten wir Menschen nach dem Weg, mal sprachen uns die Leute an, ob sie uns helfen könnten. Wir sind sehr glücklich, dass wir das erleben dürfen.

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 Wir hatten ursprünglich den Plan, im Hotel zu essen. Doch diesen haben wir schnell zur Seite gelegt, denn wir haben auf unserem Rundgang viele kleine, sehr schöne Restaurants gefunden. Tipp: Die meisten davon waren in unmittelbarer Nähe des Hauptplatzes Plaza Armas. Unsere Wahl heute fiel auf das O´Anela in der Jiron Grau. Die Bedienung war so lieb und so konnte ich einem kleinen, harmlosen Flirt nicht widerstehen. Dritte: Deti, Du bist unmöglich. Deti: nein, wir hatten alle unseren Spaß und das ist die Hauptsache.

Das Essen war großartig, Gaby hatte Rind, ich Huhn, beides auf eine Art zubereitet, wie man es bei uns nicht kennt, einfach nur gut.

Diesen tollen Tag beendeten wir mit einem Cocktail am offenen Kamin in Lobby. So lässt es sich leben.

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