Tag 7 Mittwoch 14.10.2015 

Foto des Tages

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Ich schreibe ein Buch, Thema: alles rund um den Straßenverkehr in Peru. Wenn mir jemand im Vorfeld gesagt hätte, dass dieses Thema ein Hauptbestandteil in meines Blogs für den ersten Teil unserer Reise ist, den hätte ich für verrückt erklärt. Ich will Euch auch nicht mit diesem Thema langweilen.

Nur so viel, wir haben eine knappe Stunde gebraucht um aus Cusco rauszukommen, es gab keinerlei Ausschilderung und Einbahnstraßen ohne Ende, die Verkehrsplaner von Cusco bewegten sich auf verdammt dünnen Eis, ich kochte. Den Rest bewahre ich mir für ausschweifende Erzählungen zu Hause auf. Denn letztendlich haben wir es doch geschafft, was auch den Vorteil hatte, dass wir nicht nur die Sonnenseite von Cusco gesehen haben. Außerhalb der touristischen Zone herrscht bittere Armut.

Da es schon bei der Mietwagenanmietung Probleme gegeben hatte, war ich sowieso leicht reizbar. In diesem Zusammenhang ein dickes „danke schön“ an Inke, die mir bei meinen Kreditkartenproblemen, bzw. Europcar hatte die Probleme, sehr schnell geholfen hat.

Endlich aus Cusco raus, hatten wir Spaß und erfreuten uns an der schönen Landschaft. Doch schon bald fühlten wir uns auf die A2 zwischen Lehrte Ost und Hämelerwald versetzt, LKW Unfall, Vollsperrung. Doch anders als in Deutschland geht das hier viel pragmatischer ab. Der Verkehr wird auf eine Straße geleitet, die gerade in der Nähe ist. Leider ist das der letzte Hinweis von offizieller Stelle gewesen, wie wir zu fahren haben. Ich hatte 4 Einheimische vor mir, die dann irgendwo links abbogen, Deti natürlich hinterher.

Nach einer ½ Stunde stellten wir fest, dass wir in einem Ort waren, der nicht auf unserer Route lag. Was war geschehen? Karte falsch oder sollte ich den falschen Leuten gefolgt sein? Wahrscheinlich Letzteres. Also fuhren wir auf Schotterpisten durch eine wunderschöne Landschaft, mit vielen Abzweigungen und keinen Schildern. Wenn wir in Richtung Bergmassive der Anden fuhren, musste ich unwillkürlich an die Kapverden, Santo Antao denken. Wenn wir dagegen in Richtung Landesinnere fuhren, fühlte ich mich trotz fehlender Zypressen in der Toskana. Es war eine wunderschöne Fahrt, die uns ohne die Probleme auf der A2 vorenthalten geblieben wäre. Tipp: Wer diese Strecke auch fahren möchte, fährt hinter Cusco links in Richtung Izcuchaca. Von da an sich rechts haltend in Richtung Urubamba. Wie oben beschrieben geht es dann vorbei am Lake Huaypo zurück auf die eigentliche Strecke Cusco / Urubamba.

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Letztendlich erreichten wir wieder die Hauptstraße und schon nach wenigen Metern kam ein Hinweisschild auf die Salinen von Maras. Die höchstgelegene Salinenfarm der Welt, die schon von den Inkas angelegt wurde und noch heute eine kleine Einnahmequelle darstellt. Tipp: Die Salinen von Maras (3380 Meter hoch)

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Natürlich besichtigten wir die Salinen und waren beeindruckt, wie hoffentlich auch die Fotos zeigen. Dann wollten wir noch die Inka-Terrasen von Morray (3575 Meter) besichtigen, wir fuhren auch hin, doch dann machte uns das Pricing einen Strich durch die Rechnung. Die Terrassen werden nur im Paket angeboten und das Ticket gilt nur für 2 Tage. Da wir morgen einen Ruhetag einlegen werden, wäre der Eintritt einfach zu hoch gewesen und so machten wir uns über holprigen Straßen auf den Weg nach Urubamba. Hier haben wir für 5 Nächte unser Quartier im Tambo de Inka aufgeschlagen, eines der besten Häuser des Landes, was sich auch im Preis wiederspiegelt.

Im Hotel war/ist schon alles Schicki-Micki und so richtig stand uns danach nicht der Sinn. Also sind wir  zum Abendessen nach draußen gegangen und haben in einer sehr einfachen Pizzeria eine Pizza bestellt. Bei unserer Bierbestellung schauten die Damen des Restaurants dann etwas reserviert, denn sie hatten kein Bier im Haus. 20 Minuten nach unserer Bestellung wurde uns warmes Bier mit Eiswürfeln serviert. Wir haben es genommen, denn es hat Spaß gemacht zu sehen, wie die Mädels improvisieren und z.B. das von der Tanke geholte Bier an uns vorbeischmuggeln wollten. War einfach nur süß.

Morgen wollen wir einen faulen Tag einlegen und uns am Pool entspannen und das Hotel genießen, vielleicht bringe ich dann ein paar Details zum Hotel.

Hinweis: Solltet Ihr Fragen haben, habt ihr immer die Möglichkeit über die Schlaumeier-Kommentare zu fragen. Wenn wir können, beantworten wir die Fragen gerne. Für Tanja auch gerne mit Matrix.

Ein ereignisreicher und sehr schöner Tag neigt sich dem Ende.

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