Tag 36 Donnerstag 12.11.2015

Foto des Tages (Rätsel des Tages: was ist das?)

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Heute war nicht die Landschaft der Star, heute war es das Hotel, das Hotel mit dem passenden Namen "The Singular" in Puerto Natales. Meine Hotelbewertung findet Ihr hier.

Nach einem gemütlichen Frühstück starten wir in Punta Arenas zu der 250 km langen Tour. Punta Arenas haben wir nicht wirklich besichtigt, wir hatten nicht den Eindruck, dass wir was verpassen.

Der Plan für heute war, sofort das Hotel anzufahren und dann die im Vorfeld so gelobten Einrichtungen des Hotels zu nutzen. Wir wären nicht wir, wenn wir nicht spontan wieder eine andere Idee aufgreifen würden. Da das Wetter für Punta Arenas extrem gut war, Sonnenschein, kein Wind und wenig Wolken, entschieden wir uns den Pinguinen von Seno Otway einen kurzen Besuch abzustatten. Also biegen wir in einen Schotterweg ein, der auch gut ausgezeichnet ist, tja, das hat doch mal was.

Eine Strecke 35 km Schotterweg, kein Problem. Nach 23 km versperrt eine Schranke mit einem verrosteten Schloss die Straße, kein Durchkommen. Wir hätten die Einfahrt am Anfang der Strecke garantiert verpasst, wenn die Chilenen nicht unbedingt alles ausschildern müssten.

Also wieder zurück auf die Hauptstraße und den alten Plan verfolgen. Man ist ja bestrebt alles schön zu reden, für diese 250 km muss man aber schon ein besonderes Faible für eintönige Tundra, Steppe oder was weiß ich haben. Sicherlich, wir sehen zwischendurch Flamingos, schneebedeckte Berge, aber vom Hocker reißt es einen nicht. Vielleicht sind wir durch die letzten Wochen auch ein wenig verwöhnt.

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Allerdings merkt man deutlich, dass wir uns in einer anderen Klimazone befinden, denn so langsam verzieht sich die Sonne, starker Wind kommt auf und es wird kühler. Herbstwetter auf Föhr und das ist wieder interessant.

Tipp: Ich habe erfahren, dass es von Santiago Flüge nach Puerto Natales gibt. Das erspart die Fahrt Punta Arenas / Puerto Natales hin und zurück. Natürlich gibt es in der Umgebung von Punta Arena auch die Pinguinkolonien und z.B. auch den Paeque Nacional Pali-Aike. Wer das sehen möchte, kann natürlich auch nach Punta Arenas fliegen.  Mich haben die Beschreibungen nicht wirklich angesprochen.

Wenn bei euch der Eindruck entstanden ist, Patagonien ist nicht so interessant, ist das falsch. Es ist wunderschön, nur eine Fahrt durch diese Landschaft wird eintönig. Wenn man sich aber, so wie Gaby auf dem einen Bild (siehe weiter unten) hinsetzt und einfach alles auf sich einwirken lässt, ist es wunderschön. Um 12:45 Uhr erreichen wir das angekündigte Superhotel, hier der erste Eindruck.

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Kann das sein? Nein!!! Wir also rein und stellen uns als die Hantkes vor. Der Boy an der Reze verzieht das Gesicht mit den Worten: „Wait, I'll get the pricelist“. Jungchen, wir haben eine Reservierung. Sofort veränderte sich das Klima. Dann kam der Lift der uns zur Hauptrezeption brachte. Dort überraschte man uns damit, dass unser Zimmer schon fertig war. Allein der Gang zum Zimmer ließ uns den Mund offen stehen.

Bevor ich jetzt die Fotos einspiele vielleicht etwas zur Historie des Hotels und zum Konzept. Das Haus war ursprünglich ein Schlachthof und die Gemäuer waren längst verfallen, alte, rostige Maschinen standen herum. Wie man da auf die Idee kommen kann, aus diesem, auch noch abgelegenen Gemäuer, ein 5 Sterne Hotel zu machen, ist faszinierend. Gemacht hat man es mit einfachsten Mitteln, im Spabereich sind die Betonwände unverputzt und doch genau passend. Das verfallene Gemäuer ist überall präsent und das macht das Ganze so, so, so … Mist, mir fehlen die Worte.

.... Jetzt fällt mir das richtige Wort ein, es ist einfach nur geil. Da es mir schwerfällt weitere beschreibende Worte zu finden, versuche ich, Bilder sprechen zu lassen.

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Die Zimmer haben ein großes Panoramafenster zum Pazifik. Das Bett ist genau auf dieses Fenster ausgerichtet. Wenn man morgens aufwacht schaut man also durch dieses Fenster direkt auf das Wasser. So etwas hatte ich bislang nur im Interconti in Berchtesgaden (ohne Wasser). Jeder, der mit mir da war, wird jetzt wissen wie großartig dieser Moment des Aufwachens ist.

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Nach einem guten Mittagessen, mit Blick auf den Pazifik, ging es in den Spa-Bereich. Pazifik? Um es euch leichter zu machen, wo Puerto Natales liegt, habe ich mal eine Karte mit unserer heutigen Route eingespielt.

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Den Nachmittag blieben wir im Spa-Bereich und wir haben auch das ein oder andere Auge genommen. Nach dem doch anstrengenden Flugtag gestern, ein herrlich entspannter Tag.

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Als mich dann noch beim Verfassen dieser Zeilen die Nachricht erreicht, dass mein Freund Klaus B. völlig verdient und ohne wenn und aber den Doko-Tagessieg, für mich in Vertretung, an sich gerissen hat, war der erste Cocktail des Abends fällig. Auch wenn man bei den Verlierern deutlich spürt, wie tief der Stachel sitzt (siehe auch aktueller Kommentar „Jupp“), möchte ich die spielerische Klasse von Klaus hervorheben. Klaus das war Spitze, Jungs, von Euch habe ich nichts anderes als die hinteren Ränge erwartet. Hier das Gesamtergebnis des Tages:

Platz 1: Klaus mit 350 Punkte, geteilter Platz 3: Peter und Jupp mit 415 Punkten, unglücklicher Platz 4: Nobbi mit 600 Punkten. Wer Interesse am Gesamtstand hat, folge bitte diesem Link. Danke Klaus.

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