Tag 34 Dienstag 10.11.2015

Bevor ich in den Tagesbericht einsteige, eine allgemeine Aussage von uns und aufgrund der Aktualität und weltpolitischen Bedeutung eine Erwartungshaltung zum aktuellen Kommentar von Klaus B.

Allgemeine Aussage:  Es ist unglaublich lieb, wie ihr bei uns seid und euch Gedanken macht. In den letzten Tagen haben wir durch Mails, Kommentare und Telefonate immer wieder gehört bzw. gelesen, ist das nicht zu stressig und zu anstrengend. Deshalb hier im Blog unsere Sicht auf die Dinge.

Stressig ist es definitiv nicht, ein politischer Tag in der TUI  war ohne Übertreibung 100-mal stressiger als die letzten 34 Tage zusammen. Natürlich ist es nicht schön, so oft im Urlaub früh aufzustehen, aber da wir wissen, es erwartet uns immer etwas Besonderes, ist das vielleicht anstrengend aber nicht stressig.

Anstrengend ist die Tour natürlich, aber wir sind noch fit. Wenn es nicht mehr geht brechen wir einfach ab. Natürlich beschreibe ich im Blog auch nicht immer, wenn wir entspannt im Restaurant sitzen, lesen oder Ähnliches machen. Wir erholen uns auch, auch wenn es eine ganz andere Art von Erholung ist, als bei einem Strandurlaub. All die tollen Erlebnisse geben uns Kraft. Zum Ende der Tour haben wir ja auch noch die Kreuzfahrt, hier werden wir bestimmt mal kürzer treten und einfach nur entspannen.

Ich mache meinen Zustand immer daran fest, was sagt mein Körper, was sagt mein Hirn. Mein Körper hat auch schon mal zum Hirn gesagt: „sag mal hast Du `ne Scheibe, innerhalb kürzester Zeit über 50° Temperaturunterschied, das müssen wir uns doch nicht antun, weißt Du wie das schlaucht?“  Darauf das Hirn: „und hast Du Spaß gehabt, wolltest doch schon länger mal ein wenig gefordert werden.“

Auch mein Hirn hat schon zum Körper gesagt: „Trag mich nicht überall hin, wie soll ich das verarbeiten. Ich kann mir das nicht alles merken, es ist zu viel.“ Die Antwort meines Körpers: „Nimm Dich nicht so wichtig, Du musst Dir nicht mehr alles merken, dafür hat Deti doch den Blog eingerichtet.“ Solange beide so miteinander kommunizieren und sich noch duzen, ist alles in Ordnung.    

Ich hoffe, ich konnte damit rüber bringen das wir uns körperlich und geistig fit fühlen, auch wenn wir mal `nen Hänger haben.

Erwartungshaltung zum aktuellen Kommentar von Klaus B.: ich bin voller Hoffnung, dass Du mich am Donnerstag würdig vertrittst. Hier unser gemeinsames Ziel:

Leistung Getränke Darstellung auf www.worldofdeti.de
Platz 4 kann bei den mitspielenden Dullies nicht passieren Du kannst Dir überlegen, ob mein erstes Getränk bei unserem Weihnachtsskat auf Dich geht Du wirst an den Pranger gestellt. Die Gewinner hatten Glück
Platz 3 wäre eine Enttäuschung Nix Nix
Platz 2 ok, Peter haben sie wie immer umgelaufen Dein erstes Getränk bei unserem Weihnachtsskat geht auf mich Du wirst lobend erwähnt, der Gewinner hatte Glück
Platz 1 entspricht Deiner Spielstärke und wird von mir erwartet Deine zwei ersten Getränke bei unserem Weihnachtsskat gehen auf mich Im Blog von Freitag erscheint das gesamte, für die anderen deprimierende   Tagesergebnis und Du wirst mit Lobeshymnen überschüttet. Die anderen waren schlecht, wie so oft

 

Tag 34 Dienstag 10.11.2015

Foto des Tages

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Wieder gemütlich gefrühstückt, anschließend einen Kaffee auf unserer Terrasse und die HAZ gelesen. Also die Wiederholung von gestern.

Um 10 Uhr sind wir gestartet. An Besichtigungen und neuen Eindrücken stand nicht viel auf dem Programm. Nur das Valle de Luna wollten wir unbedingt sehen, bevor es weiter nach Calama geht. Von da geht es morgen in Richtung Punta Arenas, ganz in den Süden Chiles.

Das Valle de Luna ist berühmt für seine Sonnenuntergänge und auch für fantastische Vollmondnächte. Den Sonnenuntergang hatten wir gestern gestrichen, weil die Fahrt über den Salar de Atacama doch kraftraubender war als gedacht. Für Vollmond hatten wir leider nicht den richtigen Tag gewählt. Aber ganz darauf verzichten wollten wir auf das Tal nicht, und es hat sich gelohnt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht jedermanns Geschmack ist. Sind doch nur Steine, Sand und Salz. Es ist aber vielmehr. Neben Steinen, Sand und Salz, ist es die Luft, die Dich spüren lässt wie du austrocknest, es ist das Licht, dass dich anzieht wie die Sirenen die griechischen Seemänner in der Antike. Es ist die gesamte Atmosphäre, die dich in ihren Bann zieht, natürlich nur, wenn du dich ziehen lässt und die Rauheit der Natur als Schönheit begreifst und aufnimmst.

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Wir sind die 7 km in knapp 2 Stunden abgefahren und haben geschaut, haben bei knapp 40° gerastet, sind zu Aussichtspunkten gegangen und haben einfach nur gestaunt.

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zum Abschluss noch einmal mein Lieblingsvulkan aus dem Norden Chiles

Anschließend sind wir zurück nach Calama gefahren, gebucht haben wir ein Hotel direkt am Flughafen. 

Calama wird wohl nicht mehr meine Stadt werden, obwohl ich wieder einen sehr netten Menschen getroffen habe, doch der Reihe nach. Ich wollte nur noch zum Tanken fahren und Dollar in Pesos tauschen. Aus dieser Tauscherei werde ich auch nicht schlau. Zum einem wird einem empfohlen zumindest bestimmte Leistungen in $ zu bezahlen, weil man die 19% Mehrwertsteuer spart. Auf der anderen Seite nehmen die meisten Geschäfte Dollar nicht an und wenn sie sie annehmen zu einem Kurs, das einem schwindelig wird. Anscheinend möchte der Staat harte Dollar ins Land holen, die Geschäftsleute haben damit aber ein Problem oder sie ziehen die Touristen mit ihren freundlichen Augen über den Tisch. Ich habe es ehrlicherweise nicht durchblickt.

In meiner Downtown Calama angekommen waren alle Banken zu, bzw. ich fand keinen Parkplatz in akzeptabler Nähe einer offenen Wechselstube. Tanken war auch nur mit Pesos möglich, weder Dollar noch Kreditkarte wurden akzeptiert. Dann hatte ich die Idee, am Flughafen wird immer Geld getauscht. Doch nicht in Calama. Das Problem war nur, ich war auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz und brauchte Pesos. Die garstige Dame an der Flughafeninfo sprach kein Englisch. Ich versuchte ihr zu erklären, dass ich 1300 Peso (knapp 2 $) brauche. Ich bot ihr 5 und 10 Dollar an, doch nichts konnte sie reizen. Ich sollte doch in die Stadt oder nach San Pedro de Atacama fahren, dort gibt es auch eine Wechselstube, tickt die Olle noch richtig?

Dann kam wieder ein guter Geist von Calama und legte 1000 Pesos auf den Tisch, die ich ihm natürlich großzügig in $ ausgleichen wollte, doch er legte nur seine Hand auf meine Schulter und nickte: ist ok so. Ich finde es schon stark, was ich in dieser Stadt erlebt habe.

Ich also unverrichteter Dinge zurück zum Hotel und Gaby abgeholt, weil wir eine Kleinigkeit essen  wollten. Doch auch hier das gleiche Spiel, nur Pesos wurden akzeptiert. Ich hatte die Schnauze gestrichen voll, wir fuhren zu einer Tankstelle am Stadtrand, die ich noch von meiner letzten Irrfahrt kannte. Hier wurde meine Kreditkarte akzeptiert, wir also hungrig zurück ins Hotel. Das alles hatte einen Vorteil, so konnte ich Gaby „mein Calama“ zeigen.

Im Hotel fragte ich: „gibt es das Buffet die ganze Zeit“, antwortete man mir mit einem eindeutigen: „ja“. Also beschlossen wir Mittagessen ausfallen zu lassen und ein frühes Abendessen um 17 Uhr zu beginnen. Als wir ins Restaurant kamen war es natürlich geschlossen und wir bekamen den Hinweis, dass das Buffet um 19:30 Uhr beginnt. Dos Cervesa por farvor.

Also warteten wir in der Bar und bestellten Bier. Bei der Nachbestellung, und das ist wahr, hatte der arme Kellner kein kaltes Bier mehr. Dieser Umstand erlaubt es mir natürlich in eine andere, in meiner Community entbrannten Diskussion einzusteigen. Ja, das lauwarme Herri gab es anfangs bei Anis Einschulung. Nur das beherzte Eingreifen eines Harenberger Bürgers rettete den Ditterker Organisator vor einer Blamage. Zu der unsachlichen Äußerungen über alte Leute möchte ich nur so viel sagen: Bier am Stiel schmeckt nun mal nicht so gut wie flüßig aus Gläsern.

Aber leider hat auch der Ditterker Großmeister nicht unrecht, denn gemischte Sorten, und die nicht wirklich kalt, gab es bisher nur in Harenberg, in irgendeinem düsteren Weg. 

Insgesamt haben wir festgestellt, dass wir uns in Peru und Ecuador mit deutsch, englisch und ein paar Brocken spanisch sehr gut verständigen konnten. In Chile sind wir des Öfteren aufgelaufen. Das soll keine Kritik, sondern nur ein Hinweis sein, selbstverständlich sind wir es, die sich anpassen müssen und nicht umgekehrt. Auch erscheint uns das spanisch hier etwas anderes zu sein als wir es kennen. Normalerweise haben wir keine Schwierigkeiten die wichtigsten Elemente einer spanischen Speisekarte zu entziffern, in Chile ist das schwieriger. Da muss ich mich nach meiner Rückkehr mal schlau machen, was da los ist.

Fazit Atacama-Wüste

Ein großartiges Erlebnis, mit dem Höhepunkt der morgendlichen Tour zu den Geysiren von El Tatio. Auch das Erlebnis der Salzwüste und das Gefühl, dass der Körper langsam austrocknet, ist eine Lebenserfahrung die positiv ist, solange man das Gefühl hat, alles nicht so schlimm, im Auto ist Wasser, was soll also passieren.     

Die Anreise nach Calama und San Pedro de Atacama ist allerdings beschwerlich und auch nicht gerade günstig. Trotzdem würde ich jedem, der Chile erstmalig besucht, empfehlen, die Atacama-Wüste mit in sein Programm aufzunehmen. Wir selbst würden allerdings bei einer zweiten Reise nach Chile, diesen Teil nicht wieder mit einplanen. Einmal ist großartig, ein zweites Mal muss nicht sein.

Wenn ihr diesem Link folgt, findet ihr die aus meiner Sicht wichtigsten Tipps.

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