Tag 32 Sonntag 08.11.2015

Foto des Tages

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Die schlechte Nachricht: Der Wecker stand auf 3:50 Uhr, Abholung zum Ausflug nach El Tatio zwischen 4:30 Uhr und 5:00 Uhr

Die gute Nachricht: Es hat sich gelohnt, wir würden es wieder tun

Doch der Reihe nach. Nach der wirklich unchristlichen Aufstehzeit, treten wir vor unsere Tür und sind das erste Mal an diesem Tag verzückt. Ein Blick zum Himmel und wir sind begeistert. Einen solchen Sternenhimmel haben wir noch nicht gesehen, nicht einmal Südafrika kann da mithalten. Vielleicht entsteht dieser Eindruck aber auch dadurch, dass das schon ein paar Jahre her ist. Aber auf jeden Fall grandios. Der Blick in den Himmel lässt uns bedächtig werden und zeigt auch wieder wie klein wir Menschen sind und wie kurz ein Leben ist. Deshalb gedenken wir in den ersten Minuten des Tages der Menschen, die nicht mehr bei uns sind, wir sind ergriffen.

Um 4:45 Uhr werden wir in stockfinsterer Nacht abgeholt, wir sind Nummer 5 und 6, von insgesamt 12 Personen, die unserer Gruppe angehören. Als alle eingesammelt sind und sich die meisten schon in Schlafposition zurückgezogen haben, denn die Fahrt dauert ca. 2 Stunden, wissen wir alle noch nicht was für ein wunderschöner Vormittag uns erwartet. Wir werden schon wieder in eine gänzlich andere Welt eintauchen.

Was ist El Tatio? Es  ist das höchstgelegene Geysirefeld der Welt. Es liegt auf einer Höhe von 4320 Meter (für den Lütschen 4321 Meter). Der höchste Punkt bei huckliger Anfahrt ist sogar 4500 Meter hoch.

Dann sind wir endlich da, die letzten 45 Minuten der Anreise bekomme ich auch wieder mit, und es ist sensationell. Wo bekommt man das an einem Platz zu einer Sekunde geboten? -11°, vereister Boden, tiefblauer Himmel, Sonnenschein und dann sprudelnde Geysire mit einer Wassertemperatur von bis zu 120°. Ich kann es Euch sagen, auf dem Geysirefeld von El  Tatio in Chile! Für die -11° waren wir vierlagig angezogen, das war gut so.

Das Schönste ist, jeden Morgen wiederholt sich dieses Schauspiel bei aufgehender Sonne. Wir beide, und nicht nur wir, sind tief beeindruckt. Wir kennen Geysire aus dem Yellowstone Park, ich kenne sie aus Island, aber das Spiel des Lichts, der Farben ist wie gesagt sensationell.

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Insgesamt haben wir zwei  Rundgänge über die zwei Felder gemacht, dazwischen gab es ein rustikales Frühstück, ihr glaubt gar nicht, wie unsere Augen geleuchtet haben.

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Ich weiß  auch nicht wie viele Fotos ich geschossen habe, aber ich konnte meinen Finger nicht vom Auslöser nehmen. Schon jetzt habe ich Angst vor dem Moment,  wenn es darum geht Fotos zu löschen.

Wie immer erkläre ich nicht die einzelnen Geysire, sondern lasse einfach die Bilder sprechen und hoffe, ihr seid ähnlich beeindruckt wie wir.

Um kurz vor 12 Uhr waren wir wieder zurück, happy und müde. Also haben wir uns erst einmal wieder in die Koje gehauen und von El Tatio geträumt.    

Aufgrund der komplizierten Anreise und der damit verbundenen Kosten, war ich mir nicht sicher, ob die Aufnahme der Atacama Wüste in unser Programm richtig war. Jetzt weiß ich es, danke Peter.

Nachdem wir ein wenig gepennt hatten, sind wir zum Pool gegangen und haben uns weiter entspannt. Das Wasser ist kalt und ich glaube, selbst eine Poolmaus wie Ani würde es hier nicht lange aushalten. Aber es ist sehr erfrischend.

Natürlich wollten wir uns heute noch einen Eindruck von San Pedro de Atacama machen und so gingen wir in die Stadt, nein, den Ort, nein, die Häuseransammlung im Sand zu erobern. Der bereits gestern geschilderte Eindruck verfestigte sich, im Ort ist es wirklich nicht schön, auch wenn es in den Nebenstraßen ein wenig besser aussieht als auf der Hauptstraße.

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Aber alles was um den Ort herum ist, ist sehenswert. Wenn man in die Runde, über die Stadtgrenze hinaus schaut, sieht man viele Vulkane, aktive, schlafende oder erloschene Vulkane. Dabei sind sie bis zu 6900 Meter hoch, was man so zwar nicht wahrnimmt, aber trotzdem gigantisch aussieht. Ich glaube allerdings nicht, dass das auf den Bildern rüber kommt. Also Jungs und Mädels, auf nach Chile, das müsst ihr gesehen haben.

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