Karibik 2017

Alle nachfolgenden Berichte können sich natürlich nur auf den Teil der jeweiligen Insel beziehen, den wir während der Kreuzfahrt 2017 gesehen haben. Aber ich lasse natürlich auch Erfahrungen unserer letzten Besuche mit einfließen.

Im Gegensatz zu meinen bisherigen Urlaubsblogs schildere ich nicht unsere Erlebnisse, sondern beschränke mich darauf meine Eindrücke von Land und Leuten zu schildern.

St. Vincent: Für St. Vincent hatten wir einen Mietwagen gebucht, leider klappte die Avisbuchung nicht. Schade, aber auch nicht schlimm, denn so mieteten wir uns ein Taxi. Für 80,- € fuhr uns der Fahrer 4 Stunden über die Insel.

Für alle, die touristische Infrastruktur brauchen um ein Urlaubsland schön zu finden, werden St. Vincent meiden bzw. wenn sie einen Aufenthalt „ertragen“ mussten, als „Nichts“ verspotten. Für alle, die aber Länder und Menschen kennenlernen wollen wie sie wirklich sind, die keine künstlich geschaffenen Highlights brauchen um sich dafür zu begeistern, die werden St. Vincent mögen.

Es ist in der Tat so, dass die angepriesenen Highlights von St. Vincent eher ein wenig lächerlich sind. Ich denke da in erster Linie an den Drehort für den Film „Fluch der Karibik“. Eine schöne Bucht, deren naturbelassener Strand zum Verweilen einlädt. Die aufgestellten Totenköpfe, die Henkerstätte oder auch die Pappmaschee Piraten sind nicht wirklich lohnenswert.

STV Piraten STV Wasserfall

Auch der nahegelegene Wasserfall ist im Vergleich zur Welle im Englischen Garten von München, ein Strömchen. Aber trotzdem ist die Atmosphäre bei den Wallibahou Falls schön, einfach karibisch. Da wird ein Dollar Eintritt verlangt für nichts, aber sichert damit der einen oder anderen Familie das Abendessen. Auch die hier verkauften Früchte inkl. Kokosnüsse, können frischer nicht sein und sind zum Spottpreis zu haben. Nein, hier kommt kein Stress auf, hier ist es wie schon gesagt, einfach nur schön.

STV Kokusnuss 

Die Fahrt entlang der Westküste lässt karibische Träume wahr werden, wenn sich diese Träume nicht auf sagenhafte weiße Strände mit ins Meer ragende Palmen begrenzen. Bunte Häuser, sprengen das überwältigende Grün der Landschaft. Menschen in bunter aber stilvoller Kleidung sehen wir beim Kirchengang, alles ist karibisch lasziver.

STV Dorf am Meer 2 StV Dorf am Meer

Der botanische Garten von Kingstown, immerhin der älteste nördlichen Hemisphäre ist gepflegt und präsentiert eine bunte Pflanzenwelt. Für einen Spaziergang lohnenswert.  Ob sich die in großer Anzahl für eine Führung anbietenden Professoren ihr Geld wert sind, kann ich nicht beurteilen, da wir ihre Dienstleistung nicht in Anspruch genommen haben. Für echte Botanikfans sind die wenigen Dollars für eine Führung sicherlich lohnenswert.

STV grosse Frucht STV Blumen 

Ein letzter Tipp ist der Ausblick von Fort Charlotte, oberhalb der Hauptstadt Kingstown, einfach nur traumhaft.

STV Ausblick Fort Charlotte2

Kingstown, was für ein Name, für ein paar Hütten plus Hafen. Da es Sonntag war, waren in der Hauptstadt alle Geschäfte und Bars geschlossen. Dadurch wurde uns natürlich ein etwas schräges Bild geboten, denn es war nichts los in der Stadt. Im Alltag brüllt hier sicherlich das Leben, und zwar karibisch bunt, laut, fröhlich und natürlich. Aber das haben wir nicht erlebt, ich stelle es mir allerdings traumhaft vor. Für verwöhnte, in Urlaubsressorts abgeschottete Pauschaltouristen, vielleicht ein Horror, für andere aber bestimmt ein echtes Highlight.    

Barbados: Für uns war es der 5 Besuch dieser Trauminsel. 1984, also mit Beginn unserer Eroberung fremder Länder und Kulturen, waren wir erstmalig hier in der Karibik. Vielleicht sind die vielen Erlebnisse und Eindrücke von damals der Grund, warum wir Barbados so lieben.

1984 BGI2 1984 BGI1

1984 BGI4

Die Highlights von Barbados sind die traumhaften weißen Strände und die immer freundlichen Kreolen. Natürlich gibt es mit der Harrison Cave eine imposante, befahrbare Tropfsteinhöhle. Im Flower Forest kann man interessante, für viele vielleicht sogar spektakuläre Spaziergänge unternehmen, aber letztendlich sind es die Stellen auf der Insel, die die Insel so großartig machen an denen sich Wasser und Land treffen, Mal seicht und liebevoll, wie beim ersten Liebesakt, mal hart und brutal, wie SM für Fortgeschrittene.

Da ist die raue, wilde Ostküste, die nur bedingt zu einem Badeurlaub einlädt, im menschlichen Hirn aber spektakuläre Eindrücke hinterlässt. An der Süd- und Westküste dagegen reihen sich schöne Sandstrände wie an der Perlenkette gezogen.

1984 BGI3 2013 BGI1

1984                                                                                2013

2013 BGI2 BGI Strand

2013                                                                                                    2017

Wer nach Barbados kommt und hier einen längeren Aufenthalt gebucht hat, sollte das Badeerlebnis, ergänzt um karibische Cocktails als Schwerpunkt für seinen Urlaub geplant haben. Als Hotel kann ich das Accra Hotel an der karibischen Südküste empfehlen. In unmittelbarer Umgebung des Hotels befindet sich das Campers, wahrscheinlich das beste Restaurant auf der Insel. Eine wirklich traumhafte Atmosphäre bei exzellentem Essen, lässt einem die letztendlich alles abrundende Rechnung auch nicht allzu schmerzhaft erscheinen.

BGI Campers1 BGI Campers2

2013 BGI3

Die Hauptstadt Bridgetown ist nicht wirklich sehenswert, die angepriesenen Highlights, wie z.B. die Nelson Statue oder St. Pauls Church, kommen doch eher mickrig rüber.

BGI Bridgetown1 BGI Bridgetown2 

Wer mit dem Schiff auf diese Trauminsel kommt, sollte wissen, dass es hier anscheinend ein Taxi-Kartell gibt. Die Preise ab dem Kreuzfahrtterminal sind pro Person und gepfeffert. Außerhalb des  Terminals zahlt man bedeutend weniger, allerdings muss man dafür einen Weg von einem guten Kilometer zurücklegen, und das bei sengendem Sonnenschein oder karibischen Sturzregen.   

Martinique: Das erste was auffällt ist, hier haben nicht die Brexis Chaoten geherrscht, hier hatten die Franzosen jahrelang Einfluss. Das merkt man schon beim ersten Gang durch die Hauptstadt Fort-de-France. Während ein Tourist in Bridgetown auf Barbedos in einer Minuten gefühlt 120 Mal angesprochen wird: „Taxi“, kann man hier ohne Belästigungen durch die Stadt gehen. Wer jetzt denkt, dann sind die nicht so geschäftstüchtig, der irrt, die haben gepfefferte Preise. 200 € für 40 km mit dem Taxi ist schon ein Schluck aus der Flasche.

4 Fort France 4 Martinique

Wir haben in Martinique einen Strandtag eingelegt, und so nicht wirklich viel von der Insel gesehen. Ich habe mich gefragt, an was das liegt, dass wir hier bereits im Vorfeld für einen Badetag entschieden hatten. Ich denke, dass liegt an den Beschreibungen in den Reiseführern und im Netz. Demnach ist Martinique sehr schön, hat aber auch keine Highlights zu bieten, so wie es beschrieben ist, ist anscheinend „nur“ durchgehend schön. Als ich dann die Auswahl hatte, auf welcher Insel wir keine Inseltour machen, fiel die Wahl auf Martinique, denn diese Insel ist anscheinend nur durchgehend schön. Ähnlich muss es uns im Jahr 2004 ergangen sein, als wir schon einmal auf der Insel waren und davon nicht ein Bild existiert.

Mitreisende, die mit einem Mietwagen über die Insel gefahren sind berichteten es genauso, Martinique ist einfach nur schön. Für den kleinen Teil, den wir kennengelernt haben, kann ich das bestätigen.

Empfehlen kann ich den Bootstransfer von Fort-de-France nach Pointe du Bout. Für die 20-minüte Fahrt auf einem kleinen Kutter bezahlt man 7 € pro Person, hin und zurück. Die kleine Nussschale landet in Pointe du Bout im Jachthafen und schon 5 Minuten Fußweg entfernt, liegt das Hotel Sirene mit einem kleinen aber feinen Privatstrand. Gut, man zahlt 20 € p.P. für den Liegestuhl, aber das Fleckchen Erde ist so schön, dass sich die Investition lohnt.

4 MAR Boot 4 Martinique Strand

Um die Insel einordnen zu können kann man vielleicht sagen, dass Martinique landschaftlich so schön ist wie St. Vincent, aber wesentlich erschlossener und auf europäische Bedürfnisse zugeschnitten. Martinique wird allerdings lange nicht so vom Tourismus beherrscht wie Barbados. Letztendlich haben alle drei Inseln was für sich.

Guadeloupe: Die Insel die die Form eines Schmetterlings mit 2 völlig unterschiedlichen Flügeln hat. Da ist einmal Grande Terre, hier reiht sich ein Traumstrand an den nächsten. Der andere Flügel nennt sich Basse-Terre und zeigt sich in einem Grün, ach was schreibe ich, hier zeigt sich die Farbe Grün in 1000 verschiedenen Nuancen.

Auf Grande Terre haben wir nur Pointe-Pitre die größte Stadt der ganzen Insel kennengelernt. Guadeloupe gehört genau wie Martinique zu Frankreich und damit zur EU. Pointe Pitre wirkte auf mich allerdings chaotischer als Fort-de-France, auch habe ich keine wirklich schöne Ecke entdeckt.

5 Gua bewachsener BaumGanz anders Basse-Terre, wie schon beschrieben, kann man hier Natur pur erleben. Jeder Baum, jeder Ast hat eine eigene Vegetationszone, soll heißen, der Ast eines Baumes beherbergt als Wirt viele Gäste. Die Natur ist einfach überwältigend. Besonders zu empfehlen ist das Gebiet Chutes de Carbet. Von St. Sauveur fährt man über eine abenteuerliche Straße hinauf in den Regenwald. Natürlich kann man immer wieder Fotostopps einlegen. Spätestens am See Gran Etang sollte man aber das Auto verlassen und zumindest den kurzen Weg zum See hinab gehen. Gerade hier kann man die oben beschriebene Natur bewundern. Natürlich ist ein nicht ganz so einfacher, 1-stündiger Spaziergang um den See eine wunderschöne Erweiterung.

 5 Gua Spaziergang

 

5 Gua Palme 5 Gua Wald 5 Gua Regenwald

5 Gua Wasserfall

Dann geht es weiter zu den Carbet Wasserfällen. Hier muss man Eintritt bezahlen. Doch die 2,30 € sind lohnenswert und auch berechtigt, da der Weg zu den Fällen muss laufend gepflegt werden muss, denn auch hier versucht die Natur laufend auch die künstlich angelegten Wege zurück zu erobern, wie z.B der Hurrikane Maria, der eine Schneise in diesen Teil des Regenwaldes geschlagen hat. Die Fälle sind sehenswert, zumindest zum unteren Wasserfall sollte man sich aufraffen, der Weg nach ganz oben ist dann schon beschwerlicher und nicht jedermanns Sache.

Die Hauptstadt von Guadeloupe trägt den Namen des gesamten Flügels, Basse-Terre. Im Gegensatz zu Pointe-Pitre handelt es hierbei aber um eine Kleinstadt, die eher gemütlich, aber auch nicht wirklich schick daher kommt.

Die Fahrt entlang der Westküste von Basse-Terre ist wieder ein Erlebnis, während die N1 an der Ostküste als Autobahn ausgebaut ist, schlängelt sich die N2 als Landstraße durch die Berge. Mal ist man oben, mal ist man unten am Strand, alles sehr abwechslungsreich.

 

 

 

 

 5 Gua Strand 5 Gua Wasserfall2

Das gilt auch für die Route de la Traversee. An der kann an mehreren Stellen ein Stopp einlegt werden, um von dort z.B. eine Wanderung zu starten. Vielleicht genießt der eine oder andere auch ein Bad im Pool der Cascade de l´Ecrevisse. Nicht nur für Wanderer und Naturliebhaber ist diese Insel sehr zu empfehlen.

St. Lucia: St. Lucia wird von vielen als die schönste Insel der kleinen Antillen bezeichnet. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. St. Lucia ist in der Tat ein Traum, aber man würde den anderen Inseln Unrecht tun, wenn man eine von ihnen zu sehr heraushebt. Jede Insel hat ihr eigenes „Ich“, mal unspektakulär, mal bietet die Natur aber auch spektakuläre Orte, die einen den Mund offen stehen lassen. Einer diese Orte liegt auf St. Lucia und heißt Soufriere. Der Ort, eingebettet in die Bergwelt St. Lucias, bietet einen einzigartigen Blick auf das Wahrzeichen der gesamten Karibik, auf die zwei Pitons (Zuckerhüte).

6 UVF Pitons

Für viele sind natürlich die traumhaften Karibikstrände das Wahrzeichen überhaupt, aber die zwei Pitons von St. Lucia ist unbestritten das meist fotografierte Motiv der gesamten Karibik.

Die Fahrt vom unglaublich hässlichen, lebhaften Castries, der Hauptstadt von St. Lucia, nach Soufrieres ist auch nichts für Weicheier mit schwachen Nerven. Nicht nur der ungewohnte Linksverkehr sorgt für Adrenalinschübe, auch die niemals geraden Straßen und die tieffliegenden Taxifahrer bereiten den nicht so nervenstarken Menschen Probleme. Wer allerdings schon in Peru, Bangkok oder Istanbul mit dem Auto gefahren ist, für den ist die Fahrt durch wunderschöne Landschaften, das reinste Vergnügen. Für die knapp 40 km sollte man aber schon 1 1/2 Stunden einplanen, gerne auch mehr, wenn man häufiger einen Fotostopp einlegen möchte.   

Soufrieres samt der unmittelbaren Umgebung ist an einem Tag leider nicht wirklich zu erkunden, zu schön ist schon die Stadt, die zum Verweilen einlädt und zu interessant sind die Naturereignisse der Umgebung.

6 UVF Souf

Leider hatten wir ein größeres Problem mit unserem Mietwagen, sodass wir nicht einmal das fest eingeplante Mittagessen im Dasheene Restaurant in Soufrieres wahrnehmen konnten. So beschränken sich meine Empfehlungen neben dem Ort selbst, auf den kurzen Spaziergang zu den Piton Falls, wo das 38° warme Wasser die Felswände hinunter rieselt. Eine Führung ist nicht wirklich notwendig, kann aber auch unterhaltsam sein. Unser Guide pflückte Kokosnüsse, Kakaopflanzen und einiges mehr. Da wir die Dinge auch sofort verzehren konnten, kann man sagen, frischer geht nimmer.

6 UVF Piton Falls1 6 UVF Kakao2

6 UVF Kokusnuss

Ich bin mir aber sicher, wenn es uns noch einmal in die Karibik verschlägt, ist ein längerer Aufenthalt auf St. Lucia Pflicht, denn neben den ganzen Highlights rund um Soufrieres, hat die Insel noch viel mehr zu bieten.

Grenada: Grenada, die nächste schönste Insel der kleinen Antillen. In der Tat ist Grenada genauso zauberhaft wie die anderen bislang besuchten Inseln. Auf der Insel der Muskatnuss, 20% des gesamten Weltaufkommens wird auf dieser kleinen Insel geerntet und zu verschiedensten Produkten verarbeitet, fällt der Nationalstolz der Einwohner auf. Gefühlt gibt es keinen Zaun, keine Leitplanke … die nicht in den Nationalfarben gelb, grün rot gestrichen sind.

7 Gre Reifen 2 7 Gre Farben

Grenada ist traumhaft und seine Hauptstadt St. George einfach nur zauberhaft. Auch wenn der hektische Markt nicht jedermanns Sache ist, für uns hat das bunte Treiben einen der Top 5 Plätze auf dieser Reise erobert. Aber noch schöner ist der Ort selbst, bunte Häuser liebevoll in den Berg gebaut, eine Freude für jedes Auge. Für mich, und nicht nur für mich, ist St. George die schönste Hauptstadt in der gesamten Karibik.

7 Gre St George2

7 Gre Markt

Auch für Grenada muss gesagt werden, Grenada an einem Tag, keine Chance, dafür gibt es zu viel zu sehen. Also haben wir uns auf die Westküste beschränkt. Schon die Fahrt an der Küste entlang, lässt die Karibikherzen höher schlagen. Bruchbuden, stehen neben herrschaftlichen Kolonialbauten und die Bewohner ziehen gemeinsam über die Straßen.

Ein Bad im Pool der Concord Falls ist erfrischend und macht Spaß, auch wenn die Anfahrt nicht für jeden ein Vergnügen ist.

7 Gre Deti im Wasserfall

Der Besuch der Produktionshalle für Muskatnüsse in Gouyave ist sicherlich nicht spektakulär aber lehrreich. Außerdem ist der Vergleich mit Produktionsstätten in Deutschland interessant, hier wird deutlich wie groß die Unterschiede zwischen Industriestaaten und dem Rest der Welt sind.

7 Gre Muskat

Bei einer anderen Begebenheit ist der Unterschied aber nicht ganz so deutlich. Seit geraumer Zeit braucht man auf St. Lucia und auf Grenada eine zusätzliche Lizenz zum Führen eines Fahrzeugs. Das wird natürlich auf keiner Mietwagenseite erwähnt. Doch das eigentliche Erlebnis war die Ausstellung dieses wertvollen Dokuments. Da fühlte ich mich in deutsche Beamtenstuben versetzt, die genauso weit von der Digitalisierung entfernt sind, wie ihre Kollegen in der Karibik.

Bonaire: Die Bewohner auf der kleinste der 3 ABC Inseln, leben definitiv am umweltbewusstesten. Hier grenzt ein Nationalpark an den nächsten. Die Bewohner erwähnen ihre Sorge um die Umwelt auch in vielen Gesprächen und sind stolz auf das was sie erreicht haben.

Die ABC Inseln haben nicht mehr das karibische Flair, das die anderen Inseln bislang ausgezeichnet hat. Diese Inseln kann man auch problemlos nach Europa versetzen.

Man kann die Insel bequem mit dem Mietwagen erobern, das ist für eine Gruppe, bestehend aus mehr als 2 Personen die günstigste Variante. Wer einfach nur zu einem Strand möchte, macht das entweder mit einem normalen Taxi oder einem Wassertaxi.

Für eine Rundfahrt stehen auch Taxen bereit. Eine solche Rundfahrt kostet je nach Tageszeit zwischen 40 und 50 € oder $ pro Person. Wer in der Hauptzeit fährt, also wenn z.B. ein Kreuzfahrtschiff gerade angelegt hat und die, die immer die Ersten sein müssen auf die Insel stürmen, zahlt mindestens 50 € oder $. Wer gemütlich am Nachmittag fährt, zahlt nur 40 € oder $. Die angebotene Tour teilt sich in 2 Teilstrecken auf, die Nordtour und die Südtour. Zum jeweils halben Preis kann man auch nur die halbe Inselrundfahrt buchen. Jede Tour dauert zwischen 1 ½ und 2 Stunden.

Für mich besteht Bonaire aus 4 völlig unterschiedlichen Bereichen, der tote, grüne Norden, der tote, salzige Süden, die lebendige Hauptstadt Kralendijk und die Unterwasserwelt. Der Bonaire National Marine Park erstreckt sich um die ganze Insel, er schützt die Unterwasserwelt. Bonaire ist ein wahres Paradies für Taucher. Egal wo man sich auf der Insel befindet, alle paar Meter gibt es einen Tauchspot. Auch gibt es Straßenschilder die vor einem Taucherwechsel warnen, wie bei uns vor einem Wildwechsel gewarnt wird. Vielleicht ist Wildwechsel falsch und der Vergleich mit dem Schild Froschwanderung ist passender.

Die 15800 Einwohner wohnen in der Hauptstadt oder im kleineren Ort Rincon im Norden der Insel. Kralendijk ist ein Städtchen mit bunten Häusern, zwar nicht ganz so bunt wie in Willemstad (Curasao) oder Oranjesstad (Aruba), aber doch sehr farbenfroh. Hier ist angenehmes Shoppen angesagt und ein Cocktail in einer der Bars am Wasser ist auch ein netter Zeitvertreib.   

8 Bon bunte Huser 8 Bon Cocktail

Im Süden der Insel dominiert das Salz. Hier ist das Farbenspiel besonders interessant. Ein Baum oder anderes Grünzeugs ist eher die Ausnahme. Hier wird das qualitativ hochwertige Salz gewonnen, das in die ganze Welt verschickt wird.

8 Bon Salz 8 Bon Salz2

Der Norden dagegen ist total anders, hier gibt es vielmehr Grünwuchs. Die dominierenden Pflanzen sind allerdings Kakteen, was das Ganze interessant aussehen lässt, aber auf die Dauer auch eintönig wird. Aber es gibt auch schöne Seen, in denen sich die Flamingos genauso zu Hause fühlen, wie in den Salzseen und auf den Salzfeldern im Süden. Wie überall auf der Welt gehören Tierbeobachtungen in freier Wildbahn zu den Höhepunkten einer Reise.

8 Bon Flamingos 8 Bon Kakteen

Bonaire ist für Taucher sicherlich ein sehr lohnendes Ziel, für alle anderen ist in der Regel ein Tag ausreichend, denn auf Bonaire gibt es aufgrund des Naturschutzes an den meisten Stränden keine großen Liegestuhlparaden samt Sonnenschirm.

Curacao: Die größte und wahrscheinlich die bekannteste der ABC Inseln. Auch diese Insel stand lange unter dem holländischen Zepter, ist jetzt allerdings eigenständig. Da Curacao genau wie Bonaire und Aruba aber weiterhin zum holländischen Territorium gehört, fahren auch die Bewohner der ABC Inseln nicht zur WM nach Russland.

Willemstad ist brutal auf den Kreuzfahrttourismus ausgerichtet, keines der schönen Kolonialhäuser und alle nachgemachten, ist nicht auf den Kommerz dieser Zielgruppe ausgerichtet. Für mich eine Nummer zu hart.

9 Cur Will mit Familie 9 Cur Will2

Ansonsten bietet die Insel viel trockenes Land und tolle Strände. Wir können den Strand St. Maria bei San Willibrordus empfehlen. Der kostet zwar 5 € Eintritt plus 3,50 € für Liege und Schirm, aber der Strand ist sauber und gepflegt, was auch für die Duschen, Umkleide und Toiletten gilt. Das dazugehörende Restaurant bietet ordentliches Fastfood an. Den Eintritt kann man sparen, wenn man Member of Ducksunited ist. Dazu muss man sich nur eine Ente C2 mieten und schon ist man Mitglied in diesem Club. Die Tour mit der Ente macht richtig Spaß, allerdings sollte man seine km-Planung nicht zu hoch ansetzen, denn Gehör und auch der Rücken brauchen unter Garantie zwischendurch Erholungspausen.

9 Cur Ente1 9 Cur Ente2

9 Cur Member 9 Cur St Maria1

Aruba: Die dritte ABC Inseln, nur 29 km vom südamerikanischen Festland entfernt. Venuzuelas Ölfelder inklusive hässlicher Bohranlagen gehen bis direkt vor Arubas Strände. Diese Strände sind ein Traum in Weiß. Von der Hauptstadt Oranjestad bis zum Nordzipfel der Insel zieht sich dieser wirklich traumhafte Strand. Das Manko dabei ist, dass dieser Strand komplett zugebaut ist und es auf Aruba leider keine Beschränkung für den Bau von maximal 2 Etagen gibt. So haben einige Investoren hier regelrechte Schlösser gebaut, was den Blick leider nicht schöner macht. Den Vogel schießt dabei leider das RIU Hotel ab. Aber natürlich ist das nur meine persönliche Bewertung, denn die Schuppen sind garantiert gut gebucht und damit trifft es anscheinend den Geschmack der Mehrheit.  

91 Aru Hochhuser 91 Aru Deti 

91 Aru UW4 91 Aru UW1

Aruba ist für mich gleich Strandaufenthalt, mit allen positiven, wie negativen Auswirkungen des modernen Massentourismus. Jede erdenkliche Wassersportbetätigung ist hier möglich, und natürlich ist auch die Unterwasserwelt von Aruba interessant.

Ich habe mal versucht die besuchten Inseln in 3 Kategorien einzuteilen:

  1. Die karibischen Inseln
  2. Die karibisch, europäischen Inseln
  3. Die europäischen Inseln

St. Vincent (1), Barbados (1, allerdings mit Tendenz zur 2), Martinique (2), Guadeloupe (2), St. Lucia (1), Grenada (1), Bonaire (3, mit ein wenig 2), Curacao (3), Aruba (3)

So, dass waren meine Kurzberichte für die Karibik. Ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Spaß, solltet ihr Fragen haben schreibt einen Kommentar, ich melde mich dann bei Euch.

Euer Deti

     

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