Tag 19 Strandtag, es gibt nichts zu berichten

Tag 20 Museumsbesuch in Katakolo

Noch 2 volle Tage. Die Frage war, verbringen wir sie faul auf der Liege oder unternehmen wir noch was. Drei Tage nacheinander am Strand, nichts für uns. Zu langen Touren hatten wir aber auch keine Lust, gleiches galt für einen Besuch von Olympia, Trümmer, nein danke. Mit der Fähre nach Zakynthos war uns zu aufwendig. Also entschieden wir uns für einen Museumsbesuch im 50 km entfernten Katakolo.

Gestartet sind wir nach dem Frühstück und fahren wollten wir über Nebenstrecken um vielleicht noch das ein oder andere Örtchen zu entdecken, dass man ansonsten nicht unbedingt ansteuert.

Der erste erwähnenswerte war Kouroutas. Als wir den Ort verlassen gucken wir beide uns an und fragen uns, was war das denn? Weder Gaby noch ich können diesem Ort, dieser Ansammlung von Häusern, nichts zuordnen, was wir bisher gesehen haben. Bei der Einfahrt in den Ort denkt man an normales Dorf mit alten unvollständigen Häusern. Dann stehen dort einige Ferienhäuser und wir fragen uns, wer macht hier Urlaub? Wir fahren zum sehr schönen Sandstrand runter. Rechts ein Campingplatz, links eine große, moderne Taverne, wie man sie ansonsten eher in Großstädten antrifft. Drin sitzen ein paar alte Griechen, von Touristen keine Spur. Am Strand sind Liegen und Sonnenschirme aufgebaut, auch hier nur Griechen. Es geht weiter ein großer, für das Dorf ein überdimensionaler, nackter  Dorfplatz. Nüchtern und hässlich. In der Verlängerung liegen weitere Tavernen und Geschäfte mit touristischen Badeutensilien. Bei der Dorfausfahrt ein Rummelplatz mit geschätzt 10 Fahrgeschäften, vom Riesenrad über Autoskooter bis hin zu größeren Karussells. Ehrlich, so eine Mischung haben wir noch nie gesehen. Einen Aufenthalt könnte ich mir hier nicht vorstellen, aber einen Tag oder ein paar Stunden am Strand sind sicherlich lohnenswert. Vor lauter Staunen habe ich sogar vergessen zu fotografieren.

Weiter geht es nach Skafidia. Der Ort wird beherrscht von der Hotelanlage Aldemar Olympia Villlage. Von außen sieht die Anlage riesig aus, aber anscheinend hat sie „nur“ knapp 300 Zimmer. Auch hier ist der Strand sandig und sehr schön, allerdings würden wir auch hier keinen Urlaub verbringen wollen.

Die weiteren Dörfer die wir durchfahren sind unscheinbar und so gelangen wir nach Katakolo. Was ich bislang auch nicht wusste ist, Katakolo ist der Kreuzfahrthafen für den Peleponnes, was sich natürlich aufgrund der Nähe zu Olympia auch anbietet. Als wir ankommen hat zu unserem Glück aber kein Kreuzfahrtschiff angelegt.

Als wir vor dem kleinen Museum der altgriechischen Technologie stehen, kommt gerade eine Schulklasse heraus, wieder Glück gehabt.

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Im Museum, 2,-€ Eintritt, werden ungefähr  400 funktionstüchtige Nachbauten außergewöhnlicher Erfindungen der Griechen der Antike beschrieben. Zu sehen sind u.a. ein Roboter als Diener des Philon, das Kino von Heron, die automatische Uhr des Ktesibios oder der analoge Rechenmechanismus von Antikythera. Auch wenn wir zugegebenermaßen nicht alles verstanden haben, es ist beeindruckend.

Zu den Ausstellungsstücken gibt es immer eine mehrsprachige, auch deutsche Erklärung. Unterstützt werden diese Erklärungen durch Videoanimationen und teilweise auch Vorführungen.

Es hat uns den Mund offenstehen lassen, was die alten Helenen so alles gemacht haben. Wie sie mit Schrauben und Schraubenmuttern, mit Zahnrädern und gezahnten Linealen, mit Kettenrädern und Ketten, mit Flaschenzügen und Seilwinden agiert haben.

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Bild 2 zeigt ein modernes Auto und welche Erfindungen bzw. Techniken der Antike noch heute dort beim Bau verwendet werden.

Vorgeführt wurde uns u.a. der Brunnen von Heron. Dieser Brunnen besteht aus einem offenen und zwei dichten Behältern, die übereinander angeordnet sind. Der dichte Behälter in der Mitte ist zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Wie die Abbilldung zeigt sind die Behälter mit zwei Röhrchen verbunden. Wenn man jetzt in den offenen Behälter Wasser gießt, fließt es durch das Röhrchen in den unteren, dichten Behälter. Die dort eingeschlossene Luft wurde in durch das zweite Röhrchen in den mittleren Behälter gedrückt. Hier drückte die Luft  nun das Wasser in das dritte Röhrchen, aus der es nun als Fontäne herausspritzte. Nach diesem Prinzip kann der Brunnen nun, je nach Größe der Behältnisse, über Stunden eine Fontäne erzeugen, ohne Strom und anderen technischen Hilfsmitteln.

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Wahrscheinlich haben wir das alle mal in der Schule im Physikunterricht gelernt, aber uns war es auf jeden Fall nicht mehr präsent und so waren wir bei der Vorführung beeindruckt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass diese Erfindung ungefähr 200 v.Chr. gemacht wurde.

Auf dem Rückweg sind wir über Kastro gefahren. Der Ort mit Castell liegt zwischen dem Robinson Club und unserem Domizil in Arkoudi. Hier haben wir die Aussicht genossen und noch einmal unser griechisches Menü Koriatiki und Zaziki zu uns genommen. Ich habe in diesen 3 Wochen mehr Salat gegessen als in den letzten 5 Jahren in Hannover zusammen, genutzt hat es trotzdem nichts.

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Für morgen haben wir noch einmal einen Strandtag geplant, es wird also wahrscheinlich keinen Tagesbericht geben. Ob ich unser Gesamtfazit morgen oder Freitag schreibe, entscheide ich situativ. 

Tag 21 Strandtag, es gibt nichts zu berichten

Ich hoffe, ihr hattet Spaß am Blog und vielleicht konnte ic euch ja sogar die eine oder andere Anregung für euer eigenes Unternehme geben

Euer Deti 

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