Tag 17 Von Lefkada nach Kefalonia

Abschied war angesagt, ein wenig traurig, aber auch gespannt auf das Neue verließen wir unsere kleine Villa in Lefkada. Auf dem Weg zur Fähre sind wir uns einig, Griechenland ist unsere favorisierte Destination, grundsätzlich sollten wir jedes Jahr einmal ins Reich der Helenen eindringen. Ob das klappt?

In Nidri haben wir dann noch ein kleines Frühstück zu uns genommen und um 10 Uhr hat die Fähre abgelegt. Griechenland ohne Fähre wäre nicht Griechenland, wir haben die 2-stündige Überfahrt genossen. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben, es ist keine Kreuzfahrt, es ist noch mehr das Gefühl von Freiheit, es ist das Gefühl ein Seemann zu sein oder noch besser, es ist das Gefühl ein griechischer Seemann zu sein.

Fähre 

Angelegt  haben wir in Fiskardo, hier waren wir schon einmal bei unserem Törn mit Spyro unserem griechischen Kapitän. Spyro hatte extrem viel Spaß mit uns und wir mit ihm. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge und Spyro, der diese Touren nur aus Spaß und nicht zum Geld verdienen macht, hat die Reise zu einer lukullischen Reise werden lassen, man, was haben wir gegessen, getrunken, gefeiert, auf den Straßen und Tischen getanzt. In Fiskardo wollte uns der „alte“ Griechen dann zeigen, dass er nicht nur Ouzo trinken kann, sondern auch Tequilla. Gut, es war schon zur fortgeschrittenen Stunde, aber wir hatten es nicht weit, unser Schiff, die Silver Cat 2 lag nur 3 Meter von unserem Tisch entfernt am Kai. Also bestellte Spyro Tequilla für alle und legte los. Den Handrücken kräftig mit Zitrone eingerieben, Salz drauf und dann, klar den Tequilla auch drüber. Es dauerte Sekunden bis er begriffen hatte, das irgendetwas falsch war. Rätselfrage, was war falsch.

Fiskardo

Aber zurück zu heute, Das Wetter war Klasse, blauer Himmel, ein paar Schäfchenwolken und es war nicht zu warm. Fiskardo hat uns gut gefallen, obwohl wir es nur vom Schiff aus betrachtet haben, aber hier würden wir auch gerne für ein paar Tage bleiben. Aber wir fuhren weiter nach Assos, ein Ort auf einer Landzunge die eine Halbinsel mit Burgruine mit der Insel verbindet. Die Fahrt hierher war wirklich sehr schön und der kleine Ort auch. Also machten wir hier eine Mittagpause, das kleine Frühstück ja war längst verdaut. Es gab eine gemischte Vorspeisenplatte und ein Koriatiki, diese Tomaten, Weltklasse.   

Assos 1

Weiter ging es durch das Landesinnere, die Hauptstraße ist  schon länger gesperrt. Was sagte Gaby und K…, gerade können die nicht. Nein, gek…. hat sie nicht, aber der Rücken tat weh. Nach unzähligen Kurven erreichten wir den unterirdischen Fluss mit Höhle Melissani. Es wird eine 10-minütige Bootsfahrt angeboten, wir waren überrascht, es hat sich richtig gelohnt, die Höhle ist einfach, aber sensationell gut ausgeleuchtet und das Spiel der Sonne im türkisfarbenen Wasser ergänzt das Ganze.

Höhle 1  Höhle 2

Zufrieden ging es weiter über Argostoli nach Lourdata. Ab Argostoli veränderte sich unser positiver Eindruck von Kefalonia, zwar sagte es keiner dem anderen, aber irgendwie hatten wir es uns anders vorgestellt. Dann kamen wir nach Lourdata unserem Standort für die nächsten 5 Tage, so war es zumindest geplant. Lourdata ist eine große Häuseranreihung ohne Ort und Atmosphäre. Noch sagen wir nichts, unser Hotel Lara ist schnell gefunden und sieht auch so aus, wie wir es bei Attika Reisen zum Spottpreis von 181,- €  für 5 Nächte mit Frühstück gebucht haben. Das konnte man vom Zimmer her nicht sagen, der Meerblick war grün, die Liegehöhe der Betten war knapp über Knöchelhöhe, der Balkon, wie das Bett von der Größe her nicht für Menschen, die sich ihren Körperumfang in Muckibuden anarbeiten, geeignet.

Meerblick

Meerblick

 

Eigentlich hätte ich es wissen müssen, dass der Ort uns nicht gefällt, denn eigentlich kommen hier nur rothäutige, verbrannte, Insulaner außerhalb Europas mit Ganzkörper Tattoos hierher. Gott, kann der Deti bösartig sein, wenn er ein Feindbild hat. Tja, da war er nun, nach vielen Jahren mal wieder ein Griff ins berühmte Klo

Ich mache es kurz, ich wieder ins Auto, ab zum 25 km entfernten Fährhafen Poros und buche die Fähre kostenlos um auf morgen 17 Uhr. Telefonisch buche ich ein Zimmer ab Dienstag im Almida in Arkoudi (siehe Tage 7 bis 9).

Zurück im Hotel sind die lieben und sehr freundlichen griechischen Hotelbesitzer entsetzt und bieten uns ein Appartement an. Es tat uns leid, aber wir lehnten ab, auch wenn der Pool und die Bar ok waren. Also gingen wir zum Pool und genossen das Leben und freuen uns auf morgen.

Den Schriftverkehr mit Attika hat das Hotel für mich übernommen, mal sehen was daraus wird. Man wird es kaum glauben, aber es war ein sehr schöner Tag, der in einer Taverne enden wird.

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