Spaziergang durch Hildesheim

Keine 35 km sind es von Hannover Stadtmitte bis Hildesheim Stadtmitte, trotzdem hatte ich es bis Anfang Juni 2017 nicht geschafft mir Hildesheim mal anzusehen. Um nach Hildesheim zu fahren hatte ich bislang genau 2 Anlässe.

  1. Zu meiner aktiven Zeit hatten wir einige Handballspiele in der Rosenstadt, ich kannte den Weg vom Ortseingang zu den jeweiligen Hallen
  2. Eine eher traurige Wohnungsauflösung, wobei ich in diesem Rahmen nur den Weg von der Wohnung zur Deponie kennengelernt hatte

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Hildesheim war mir also gänzlich unbekannt. Doch jetzt Anfang Juni trafen wir uns mit meinem alten Kollegen und Bayernfan Wolle und Frau Anne in Hildesheim. Wolle hatte sich für die Führung hervorragend präpariert und zeigte uns die Stadt. Wir parkten unser Auto vor den Resten der alten Stadtmauer, ja, so etwas gibt es in Hildesheim und schon ging es los.

Ja, die Geschichte vom Hildesheimer Rosenstock hatte ich schon einmal gehört, dass es aber in der ganzen Stadt Rosen gibt, war mir nicht bekannt. Das was in Hannover der Rote Faden ist, er verbindet Hannovers Sehenswürdigkeiten zu einem Spaziergang, ist in Hildesheim die Rosenroute. Sie ist mit einem weißen Strich auf dem Asphalt markiert, unterbrochen von einer gemalten Rose. Der Weg führt durch die Altstadt, in der es viele kleine Cafes gibt, die zu einem gemütlichen Stopp einladen.

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Fast jedes Haus hat seinen eigenen Rosenbusch, die teilweise aus dem Asphalt zu wachsen scheinen. Besonders beeindruckend die Rosen in der Michaelisstraße.  Aber auch der sich in unmittelbarer Umgebung befindliche Magdalenengarten ist beeindruckend. Einmal im Jahr findet dort im Juni das Magdalenenfest statt. 1800 Rosen geben dem Fest in dem neben Kunst und Musik 80 regionale Händler ihre Ware anbieten, ein tolles Ambiente.

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Neben Rosen hat Hildesheim noch ein weiteres Merkmal, dass mir in der Fülle, sorry, der Vergleich ist nicht angemessen, nur im Vatikan vorgekommen ist. In Hildesheim, zumindest in der Altstadt kann man keinen Meter gehen, ohne auf irgendetwas Kirchliches zu stoßen. Sei es der Dom, eine der vielen imposanten Kirchen, von denen mir St. Godehard am besten gefallen hat, sei es ein kirchliches Krankenhaus, Gymnasium oder Kinderhort, eine kirchliche Verwaltung, die Kirche ist gefühlt überall. Ja, Hildesheim ist eine Domstadt, aber hier drängt sich alles auf einen kleinen Raum und so erscheint die Kirche übermächtig. Wolle hatte sich auf alles sehr gut vorbereitet und konnte noch Geschichten aus seiner Jugend bzw. der Jugend seiner Kinder den Fakten hinzufügen. Danke an Wolle und Anne, es war ein gelungener Nachmittag.

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Zum Abschluss genehmigten wir uns Eis und Kuchen auf Hildesheims imposantesten Platz, dem Marktplatz. Wer also mal einen schönen Tag in der Nähe verbringen möchte, der fahre doch einfach mal nach Hildesheim und folge der Rose. Viel Spaß

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