Ein Skitag in Braunlage

Ok, ich war gerade im Zillertal, bin Teile der Streif in Kitzbühel gefahren und jetzt Braunlage? Vergleichbar ist das natürlich nicht, aber bei einem so schönen Sonnentag wie es der 26.01.2017 war, macht auch Skifahren im Harz Spaß. Bei Sonnenschein pur machte ich mich auf, an den Hang, an dem ich Anfang der 80-iger Jahre erstmals auf Skiern stand bzw. mit Skiern im Schnee lag. Der Wurmberg bei Braunlage war mein Ziel.  

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Ich parkte am Parkplatz Hexenritt und musste feststellen, ich war zu spät, um 10:45 Uhr waren alle Parkplätze belegt. Zum Glück sind hier auch Wanderer unterwegs, sodass ich nicht lange auf einen frei werdenden Parkplatz warten musste. Tipps zur Anreise:

  • Steigt nicht bei der Wurmbergbahn ins Skigebiet ein, dort wartet man vormittags an schönen Tagen bis zu 45 Minuten. Steigt beim Parkplatz Hexenritt ins Skigebiet ein
  • Ihr solltet spätestens um 9:30 Uhr am Parkplatz Hexenritt sein
  • Wenn noch genügend Parkplätze frei sind, nehmt nicht gleich die erste Einfahrt , am besten nehmt ihr die Einfahrten 3, 4 oder 5. Fahrt in der jeweiligen Einfahrt soweit wie möglich nach hinten durch, so erspart ihr euch unnötige Meter in Skistiefeln
  • Für Wanderer sind dagegen die Einfahrten 1 und 2 am günstigsten

Ich lieh mir Skier beim Verleih am Ende des Parkplatzes.  18,- € für gut präparierte Skier finde ich vom Preis her ok. Wichtig aber auch, zumindest in den Stoßzeiten müsst ihr hier Wartezeiten einplanen. Dann die Skikarten gekauft, auch das finde ich preislich moderat, vor allem die Stundenkarten sind interessant, so etwas habe ich in den Alpen noch nicht gesehen. Nachfolgend die Tarife für Erwachsene:

  • Tageskarte 32,- €
  • 4 Stundenkarte 23,- €
  • 3 Stundenkarte 20,- €
  • Zusätzlich gibt es für den Lift am Hexenritt noch Einzelfahrten und 10-er Karten und natürlich auch 2 und 3 Tageskarten

Das Skigebiet selbst ist nicht besonders groß und ob der obere Teil der Hexenrittabfahrt wirklich eine schwarze Piste ist, darf auch angezweifelt werden. Aber man kann hier seinen Spaß haben. Die Panoramaabfahrt zur Wurmberggondel ist die schönste Abfahrt, nicht anspruchsvoll aber schön. Ab der Mittelstation ist es zwar mehr ein Waldweg als eine ausgebaute Skipiste, aber man kann sie gut fahren. Tipps:

  • Bis zum Mittag würde ich die Panoramaabfahrt nur bis zur Mittelstation fahren, zwar gibt es auch hier Wartezeiten, die sind aber nicht annähernd so lang, wie unten. Ab Mittag ist es dann umgekehrt.
  • In der üblichen Mittagspause zwischen 12 Uhr und 13:30 Uhr würde ich nicht pausieren, zu dieser Zeit sind Pisten und Lifte freier als am Rest des Tages.

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Gegen 15:30 Uhr habe ich aufgehört zu fahren und konnte mich über einen schönen Skitag freuen. Nicht jeder der arbeitenden bzw. am Arbeitsplatz anwesenden Kumpels hat es mir gegönnt. Verstehe ich gar nicht. Der eine wünschte mir einen Herpes, der andere das mich der Blitz beim Sch… treffen soll. Der Blitz hat mich dann auf der Rückfahrt erwischt, gefühlt steht jeden Kilometer ein Blitzer, einen habe ich leider übersehen, Pech gehabt.

Ein letzter Satz zu den Kumpels, wie philosophierte Patrese in der Rätselecke: „Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung“. Zum Schluß noch ein Tipp für Nichtskifahrer: Die Hütte auf dem Wurmberg ist gemütlich und die Stimmung ist gut. Man kann auf den Berg wandern oder aber mit der Seilbahn hochfahren, allerdings nur mit der Wurmbergbahn, der Hexenrittlift befördert keine Nichtskifahrer, zumindest dann nicht, wenn sich viele Skifahrer auf den Pisten tummeln.

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